Home » Leistungen » Nuklearmedizin/Szintigraphie

Nuklearmedizin/Szintigraphie

Bei dieser Methode wird für eine Vielzahl von Untersuchungen die radioaktive Substanz Technetium (genauer Tc99m) in geringer Dosis in eine Armvene injiziert und später der Körper mit einer sogenannten Gammakamera (Messung der Gamma-Strahlung) danach abgesucht. Die entsprechenden Bilder geben die Verteilung des Nuklids im Körper gemäß der lokalen Stoffwechselaktivitäten über die Zeit wieder. Es handelt sich also um eine funktionelle Untersuchung – im Gegensatz zu den Bildern der übrigen bildgebenden Methoden (MRT, CT, Ultraschall, Röntgenuntersuchung), die vor allem räumliche Einzelheiten über Aufbau und Struktur des Körpers liefern oder krankhafte Abweichungen hiervon zeigen.

Skelettszintigraphie

Zur Verteilung in Knochen wird eine chemische Verbindung des Technetiums verwandt (99mTechnetium-Hydroxymethylenbisphosphonat), die von knochenbildenden Zellen (Osteoblasten) verarbeitet wird. Normales Knochengewebe zeigt im Szintigramm mit einer schwachen Einlagerung den

stets in geringem Umfang ablaufenden Knochenumbau. Knochenstellen mit erhöhter Aktivität zeigen verstärkten Knochenumbau und damit krankhafte Vorgänge an wie Prellungen, heilende Knochenbrüche, Verschleißerscheinungen (Arthrose), Knochenentzündungen durch Bakterien oder Rheuma, gutartige, aber auch bösartige Knochentumore.

Skelettszintigraphie
Nierenfunktionsszintigraphie

Nierenfunktionsszintigrafie

Für diese Untersuchung wird das Technetium in eine andere chemische Verbindung eingebunden, die besonders vollständig und rasch über die Niere in den Urin ausgeschieden wird: MAG3 (Mercaptoacetyltriglycin). Nach Injektion wird eine Reihe von Bildern in Intervallen zwischen einer und 60 Sekunden über einen Zeitraum von 20 bis 40 Minuten aufgenommen. Die Messwerte lassen sich in Form von Kurven aufzeichnen, die erst die Anreicherung in den Nieren und dann die Ausscheidung abbilden. So sieht man z.B. die Ausscheidungsleistung einer Niere im Verhältnis zu der anderen.